Kennen Sie dies schon?

Psalm 119,133
Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein
und lass kein Unrecht über mich herrschen.
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Wasser und Wein - 22.10.2006 PDF Drucken E-Mail

Ich möchte Sie und Euch herzlich einladen zum „Gottesdienst mal anders“ am Sonntag um
10.30 Uhr in unserer Kirche. Das Thema heißt „Wasser und Wein“. Im Mittelpunkt steht die
bekannte Geschichte aus dem 2. Kapitel des Johannesevangeliums „Die Hochzeit zu Kana“.
Es wird erzählt, dass Jesus zu einer Hochzeit eingeladen war, bei der der Wein zur Neige zu
gehen drohte. Jesus macht daraufhin das Wasser in den Tonkrügen zu wertvollem Wein.
Das Fest kann weitergehen, die Freude der Menschen und das Glück bleiben ungetrübt.
Inspiriert wurde ich zu diesem Thema durch einen Kurzurlaub an der Mosel in der
vergangenen Woche. Bei herrlichem Herbstwetter sind wir durch die Weinberge gewandert,
in denen die Winzer und ihre Familien den Riesling lasen. Natürlich haben wir auch die
Erzeugnisse der Gegend dabei genossen und uns einfach an der Fülle des Lebens erfreut.
Wein gehört zu den Dingen, die das Leben schön machen. Er gehört zu den Dingen, die
man nicht unbedingt braucht. Er ist ein Extra, ein Bonus. Nicht jeder kann es sich leisten,
auch Wein zu trinken.
Jesus macht aus Wasser Wein. Er will, dass das Glück für alle möglich wird.
Wasser ist der Grundstoff dafür. Jeder weiß: Auch Wein besteht zum allergrößten Teil aus
Wasser. Wasser ist aber nicht nur Grundstoff für den Wein, sondern für das Leben selbst.
Keiner kann es sich leisten, kein Wasser zu trinken. Wir brauchen Wasser zum Leben, aus
dem Wasser kommt alles Leben. So steht das Wasser für all das, was wir zum Leben
brauchen, unbedingt und notwendig brauchen, für die, modern gesagt, Existenzsicherung.
Wasser und Wein….
„Ihr predigt Wasser und sauft Wein!“ wirft man Menschen vor, die nicht glaubwürdig sind,
wenn sie Verzicht fordern von andern, sich aber selbst einen großzügigen Lebensstil leisten.
In den Zeitungen dieser Woche lese ich von der breit geführten Diskussion darüber, ob es in
unserem Lande wirklich schon so ist, dass es eine „Unterschicht“ gibt, Menschen, die
niemals sozial aufsteigen werden, die immer auf der Wasser-und niemals auf der Weinseite
des Lebens stehen werden. Wie gehen wir damit um? Wir, die wir doch wohl, bei allen
Problemen, die wir haben, doch wohl immer noch mindestens zur „Mittelschicht“ gehören mit
unserem geordneten bürgerlichen Leben. Heiner Geißlers Buch trägt den Titel „Was würde
Jesus heute dazu sagen?“ Was würde der sagen, der aus Wasser Wein macht, der Frieden
und Glück will für alle Menschen? Ich fürchte, das, was er sagen würde, würde uns an vielen
Stellen sehr beschämen. Wie würden wir antworten auf die Frage nach unserem Einsatz für
Gerechtigkeit für alle Menschen?
Ich will nicht sagen, dass wir keinen Wein trinken sollen, ganz im Gegenteil. Wir sollen und
dürfen ein glückliches Leben führen, so, wie es Gott uns schenkt. Aber eben nicht für den
Preis, dass die meisten anderen Menschen nur Wasser bekommen, an der Existenzgrenze
bleiben. Wege dafür gibt es. Die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises setzt hier
ein lange überfälliges Zeichen.
Die Kunst, in die Jesus einführen wollte, besteht darin, zu wissen, wann Wasser und wann
Wein dran ist und darin, all das gerecht zu verteilen, was Gott im Übermaß seiner geliebten
Welt geschenkt hat und schenkt.
Herzliche Grüße an Sie und Euch alle!

Hans-Peter Naumann 

 

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