Kennen Sie dies schon?

Psalm 25,20
Beschütze mein Leben und rette mich! Bei dir suche ich Zuflucht, enttäusche mich nicht!
weiter …
 

Home arrow Gedanken arrow Predigt vom 1. Weihnachtsfeiertag
Predigt vom 1. Weihnachtsfeiertag PDF Drucken E-Mail

Ein Kind wird geboren.
Wem sieht es ähnlich?
Ob es die Musikalität der Mama erbt
Oder die Sportlichkeit vom Vater
Ob es die Begabung der Oma haben wird, die mit ein paar Handgriffen einen Raum gemütlich machen kann?

Ein neugeborenes Kind –
Ein Geschenk des Himmels und zugleich tief verwurzelt in der Erde
durch die Liebe von Menschen, aus der neues Leben entsteht

Ein Kind wird geboren.
Wir fragen uns: Was wohl aus ihm wird?
Welche Fähigkeiten wird es entwickeln?
Welchen Herausforderungen wird es begegnen?
Wird es in Frieden leben dürfen?
Was wird es mit seinem Leben Neues in die Welt bringen? Was wird es bewahren, was wird es verändern?

Wir feiern die Geburt Jesu.
Wir blicken auf ein neugeborenes Kind, im Stall von Bethlehem, ein echtes Kind mit Windeln, in einer Krippe.

Ein Geschenk des Himmels,
aber nicht aus dem luftleeren Raum.
In jedem Kind, in jedem Leben – auch in uns – steckt die Geschichte seiner Vorfahren.
(Vielleicht erfreut sich deswegen die Ahnenforschung neuer Beliebtheit!?)
In jedem Kind steckt das, was ihm mit auf den Weg gegeben wird.

Das kleine Kind in der Krippe.
Was wohl aus ihm wird, geboren unterwegs, ohne wirkliches Dach über dem Kopf, auf Stroh.
Ein ganz normales Kind!?
Aber das sind die Träume, und Gottes Boten, die Engel.

Das kleine Kind in der Krippe – ein Geschenk des Himmels, aber nicht aus dem luftleeren Raum.
Es bringt die Geschichte seiner Urväter und Urmütter mit. Am Anfang des Matthäusevangeliums steht die lange Liste von 3 x 14 Namen – der Stammbaum Jesu, von Abraham über David bis zur babylonischen Gefangenschaft bis zu Josef – durch die ganze Geschichte Israels. Das kleine Kind wächst hinein in die Welt des jüdischen Glaubens, er wächst auf in dem Vertrauen, dass Gott sein Volk nicht im Stich lässt.

Sieger Köder hat ein Bild gemalt mit dem Stammbaum Jesu:
(Es ist bei Pfarrerin Godejohann oder in der Dorfkirche erhältlich)

Ein Baum, dessen Wurzeln im Dunkeln liegen, dessen Krone in das helle Blau des Himmels reicht.

Das Dunkel. Am Anfang war die Erde wüst und leer. Aus dem Dunkel erstrahlt das Licht durch Gottes Wort. Aus dem Licht das Leben durch Gottes Wort. Tiere und Menschen – generation für Generation.

Unten:
Im Stamm eine Gestalt mit ausgebreiteten leeren Händen. Segnend. Empfangend. Abraham ist Stammvater des Glaubens für Juden, Christen und Muslime. Er steht da mit offenen, leeren Händen. Ein Aufschauender, Empfangender, der nach langem Suchen und Fragen endlich glaubt, dass Gott Unmögliches möglich machen kann. Ein Gesegneter, der selbst zu einem Segen wird für viele.

Links der Enkel Abrahams, Jakob/Israel, der Vater der 12 Stämme Israels. Er ringt mit Gott. Und er träumt von einer Leiter zum Himmel. Auf ihr steigt Gott zu ihm herab und verspricht ihm: "Ich werde mit dir sein." Eine stete Verbindung zwischen Himmel und Erde.

In der Mitte Mose, der am Berg Sinai Gottes Wort wie ein Prophet empfängt und weitergibt. Die Weisungen Gottes für sein Volk, die helfen, die geschenkte Freiheit zu bewahren und in Verantwortung gegenüber Gott den Menschen und der Schöpfung zu leben – die Worte, die auch Jesus als Gottes Wort hörte und verinnerlichte und weitergab.

Neben ihm David, König, Politiker, kein perfekter Mensch, sondern ein Mensch mit Schwächen, mit Dreck am Stecken. Und doch: an ihn knüpfen sich viele Verheißungen an: aus dem Haus Davids soll der verheißene Messias kommen. Aber er ist auch Dichter und Sänger. Klage und Lob, Dank und Verzweiflung bringt er vor Gott. Bis heute singen und beten wir seine Lieder, die Psalmen.

Links von Mose Johannes der Täufer, mit dem ausgestreckten Arm, der leidenschaftlich auf Christus deutet: "Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt". „Kehrt um!“ ruft er den Menschen zu, er prangert Missstände an: Wer zu essen hat, der teile, wer zwei Hemde hat, der gebe ein dem, der keins hat. Jesus lernt von ihm. „Kehrt um!“ ermutigt auch er.

Oben rechts: Ein ganz normaler Mann. Josef, der Mann Marias, der zweifelt, aber der Träume zu lesen vermag. Lautlos, unauffällig ist er da, wenn man ihn braucht. Er lässt Maria nicht im Stich.

Die Krone des Baumes aber bildet eine Frau zusammen mit ihrem Kind, die Mutter Jesu, Maria von Nazaret. Sie hält ihr Kind. Sie selbst ist kaum zu sehen: Maria tritt hinter ihrem Kind zurück.
- typisch Mutter !?
Die beiden sind umgeben vom Blau des Himmels. Dieses Kind: Ein Geschenk des Himmels – und doch tief verwurzelt –generationenlang – im Glauben seines Volkes.

Alle Blicke sind nach oben gerichtet, zur Krone des Baumes, auf ihn. Meine Phantasie: Noch viel mehr Gesichter gehören dazu, die Gesichter der Frauen und der vielen anderen Menschen, die von ihren Erfahrungen mit Gott erzählten.
"Alle Menschen werden schauen das Heil."
Vergangenheit und Zukunft verbinden sich.

Jesu Stammbaum – im Glauben ist es auch unser Stammbaum, es sind auch unsere Wurzeln, die unserem Glauben Nahrung geben.

Gott, ich möchte
aufschauen und glauben wie Abraham,
träumen von dir wie Jakob/Israel.
Ich möchte wie Mose festhalten an deinem Wort,
wie David beten und singen können,
wie Johannes der Täufer und Propheten vor ihm auf Gerechtigkeit und Umkehr weisen und so leben,
wie Josef da sein zur rechten Zeit.
Gott, ich möchte wie Maria
die Größe deines Erbarmens preisen,
auf Seiten der Armen und Kleinen stehen,
auf die Umkehr der Verhältnisse hoffen,
darauf vertrauen, dass die Gerechtigkeit siegt.
Und - ich möchte
Mensch werden wie Jesus, dein Sohn,
nur Mensch, ganz menschlich - wie ER.
Amen.

Dörte Godejohann 

 

aktuelle Termine

Bundestags- Wahl
24. September 2017 08:00'

Gottesdienst zur Calvin-Ausstellung
24. September 2017 10:30'

Ausstellung Calvin
24. September 2017 11:30'

Offenes Gemeindezentrum Ahlenberg
24. September 2017 14:30'

Ausstellung "Calvin, der europaeische Reformator"
26. September 2017 18:00'

Bibel- Gespraechskreis
26. September 2017 18:30'

Ausstellung "Calvin, der europaeische Reformator"
27. September 2017 18:00'

Ausstellung "Calvin, der europaeische Reformator"
28. September 2017 18:00'

Vortrag faellt leider aus!!! Martin Luther und Johannes Calvin
28. September 2017 19:00'

Gottesdienst im Altenzentrum
29. September 2017 10:00'

dorfkirchefoto1.jpg
© 2005 – 2017 Evangelische Kirche Ende