Umweltleitlinien der ev. Kirchengemeinde Ende

Im Rahmen des Prozesses „Grüner Hahn“, kirchliches Umweltmanagement in der Gemeinde, hat die Evangelische Kirchengemeinde Ende in seiner Sitzung vom 9.9.2010 Umweltleitlinien der Evangelischen Kirchengemeinde Ende verabschiedet.

Sie sind Grundlage für Entscheidungen über Maßnahmen der Kirchengemeinde, die nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen von Gottes guter Schöpfung betreffen. Zugleich sind sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Zertifizierung der Gemeinde durch die Landeskirche.

Wenn Sie sich für diese Fragestellungen interessieren, sind Sie herzlich eingeladen zur Mitarbeit in dem Arbeitskreis Umwelt.
Nach einer Ortsbegehung werden derzeit konkrete Schritte für einen nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung diskutiert und dann dem Presbyterium zur Entscheidung vorgelegt.

Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. (1. Mose 1,31)

Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Gemeinsam wollen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen (Charta Öecumenica)

1.    Wir verdanken die Erde und unser Leben dem Wirken Gottes. Als seine Kinder, die die Erde bebauen und bewahren sollen, sind wir beauftragt, uns für den Erhalt seiner Schöpfung einsetzen.
Aus diesem Grunde betrachten wir den Schutz der Umwelt, einen sparsamen und nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Rohstoffen der Welt auch in Zeiten ökonomischen Druckes als eine zeitgemäße Umsetzung dieser Glaubensüberzeugung.

2.    Wir sehen die Verantwortung für das Lebensrecht aller Menschen dieser Erde. Wir sind uns der Verantwortung für die kommenden Generationen bewusst.
Die Veränderung des Klimas hat Auswirkungen auf die gesamte Menschheit. Die Tatsache, dass die Länder der südlichen Hemisphäre besonders von den Auswirkungen der Klimaveränderung betroffen sind und auch nachfolgende Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden sollen, macht uns die Dringlichkeit und Notwendigkeit zur Umkehr und zum Handeln bewusst.

3.    Wir wollen gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und pflanzen fördern.
Deswegen wollen wir umweltfreundliche Techniken und Materialien weiterhin anwenden, ggf. belastendes Material austauschen. Unsere Gebäude und Einrichtungen sollen gesunde Lebensräume für die Menschen sein. Die naturnahen Grundstücke unserer Gemeinde wollen wir für den Erhalt einheimischer Tier- und Pflanzenarten weiterhin zur Verfügung stellen.

4.    Wir verpflichten uns zur Einhaltung der Umweltgesetze und – vorschriften.

5.    Wir wollen das Bewusstsein für ökologische Fragen innerhalb der Kirchengemeinde und darüber hinaus schärfen.
Durch Gespräche mit Gruppenleitungen sollen ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitarbeitende in die Gestaltung und Umsetzung der Umweltleitlinien einbezogen werden. „Der Aufbau einer nachhaltige Umwelt- und generationengerechten Energieversorgung ist … nicht allein eine Frage politischer Vorgaben und technischer Umsetzungen. Jede und jeder von uns ist gefordert, Zukunftsverantwortung zu übernehmen und ihren bzw. seinen Lebensstil umwelt- und klimaschonend auszurichten.“ (Erklärung der EKvW vom 16. März 06) Dafür wollen wir Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, die Arbeit mit der mittleren und älteren Generation und unsere Möglichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

6.  Wir setzen uns für einen dauerhaften Umweltschutz ein
Wir suchen nach Wegen, in unserem Einkaufsverhalten die Umwelt wenig zu belasten und den Aspekt weltweiter Verantwortung im Blick zu behalten. Deshalb kaufen wir nach Möglichkeit regionale Produkte und achten bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf kurze Versorgungswege und umweltfreundliche Produktion (Mehrweg, wenig Abfall). In weltweiter Solidarität bevorzugen wir bei nicht einheimischen Erzeugnissen fair gehandelte Produkte.

7. Wir möchten Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbaren.
Deshalb setzen wir diese Leitlinien um, indem wir ein Umweltprogramm vereinbaren sowie Umweltmanagement mit einem Arbeitskreis betreiben. Wir fördern die Umsetzung dieser Leitlinien durch Erfahrungsaustausch mit andern Stellen und Einrichtungen sowie das Einholen qualifizierter Beratung. Wir überprüfen unsere Ergebnisse mit dem Ziel, diese langfristig zu verbessern. Deshalb suchen wir nach Konzepten und Modellen, Umweltschutz vor dem Hintergrund der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde umzusetzen.