Grabmal- und Bepflanzungssatzung

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Ende hat 2005 eine Grabmal- und Bepflanzungssatzung für die Friedhöfe in Kirchende und Gedern erlassen.
Den vollen Wortlaut der Satzung finden Sie, wenn Sie "Weiter" anklicken.

 

Grabmal- und Bepflanzungssatzung

für die Friedhöfe


der Evangelischen Kirchengemeinde Ende

vom 06.09.2005



Der Friedhof und seine Gestaltung sind sowohl Zeichen des Trostes und der Hoffnung für die Trauernden als auch Zeugnis und Bekenntnis vor der Welt.
Die Gestaltung der Grabstätten und deren Erhaltung dienen daher nach christlichem Verständnis der Verkündigung von Tod und Auferstehung.
Grabmale und Bepflanzungen müssen sich in das Gesamtbild des Friedhofs einordnen. Die Gestaltung darf nichts enthalten, was das christliche Empfinden verletzt und der Würde des Ortes unangemessen ist.
Der Friedhof ist ökologisch bedeutungsvoll. Darum soll auch die Grabstätte mit Verantwortung für Gottes Schöpfung ökologisch gepflegt und bepflanzt werden.
Daraus ergeben sich für die Gemeinde verbindliche Maßstäbe, die Grabstätten und Grabmale zu gestalten.


Inhaltsübersicht

§   1     Allgemeinen Gestaltungsvorschriften

§   2     Grabstättengestaltung

§   3     Beschränkungen der Grabstättengestaltung

§   4    Grabmale – Allgemeines

§   5     Grabmale aus Stein

§   6     Grabmale aus Holz

§   7     Grabmale aus Metall

§   8     Grabmale – Abmessungen

§   9     Grabmale – Gestaltung

§ 10     Öffentliche Bekanntmachung

§ 11     Inkrafttreten


Die Evangelische Kirchengemeinde Ende
- als Friedhofsträgerin –

erlässt gemäß § 4 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom .06.09.2005
für die evangelischen Friedhöfe in Kirchende und Gedern die nachstehende

Grabmal- und Bepflanzungssatzung

§ 1
Allgemeine Gestaltungsvorschriften

(1)    Für alle Grabfelder gelten die Gestaltungsvorschriften der Friedhofssatzung.
(2)    Es können sowohl Grabstätten mit Grabhügeln als auch mit bodengleichen Grabbeeten angelegt werden.
(3)    Wird ein Grabhügel angelegt, soll dieser nicht höher als 12 cm sein. Seine Länge und Breite beträgt bei einem Grab
a) für Verstorbene bis zum vollendeten 5. Lebensjahr                100 x 50 cm
b) für Verstorbene vom vollendeten 5. Lebensjahr an                 160 x 70 cm
Die Zusammenfassung von Grabhügeln auf einer Wahlgrabstätte ist gestattet.
(4)    Sowohl bei der Anlage eines bodengleichen Grabbeetes als auch bei der Anlage eines Grabhügels ist die gesamte Grabstätte zu einem überwiegenden Teil einheitlich mit bodendeckenden Pflanzen (z. B. Cotoneaster, Cotula, Euonymus, Hedera, Sedum, Vinca) zu begrünen. Es darf immer nur eine Pflanzenart verwendet werden.  Die Grabstätte kann zusätzlich der Jahreszeit entsprechend mit Blumen bepflanzt werden.

§ 2
Grabstättengestaltung

(1) Die Pflanzung von Einzelgehölzen soll sich dem Gesamtcharakter des Friedhofes anpassen.
(2) Folgende Pflanzen sind als Einzelgehölze oder Flächenbegrünung für die     Grabbepflanzung besonders gut geeignet:

GEHÖLZE
Acer    japonicum in Arten / Unterarten      - Japanischer Fächerahorn -
Acer    palmatum       - Fächerahorn -
Berberis    buxifolia ‘Nana’      - Buchsblättrige Berberitze -
Berberis    thunbergii i.S.      - Heckenberberitze -
Berberis    x frikartii       - Lackgrüne Berberitze -
Berberis    verruculosa      - Warzenberberitze -
Berberis    julianae      - Großblättrige Berberitze -
Buxus     sempervirens i.S.      - Europäischer Buchsbaum -
Chaenomeles    japonica i.S      - Japanische Zierquitte -
Corylopsis     pauciflora      - Winter-Scheinhasel -
Cotoneaster    praecox      - Nanshan Zwergmispel -
Cotoneaster     salicifolius ‘Parkteppich’      - Weidenblättrige Felsenmispel -
Cytisus    x praecox      - Elfenbeinginster -
Cytisus    x kewensis      - Niedriger Elfenbeinginster -
Daphne     mezereum       - Gewöhnlicher Seidelbast - Kellerhals
Deutzia     gracilis      - Zierliche Deutzie -
Enkianthus    campanulatus       - Japanische Prachtglocke -
Fothergilla     major      - Großer Federbuschstrauch -
Genista    lydia      - Lydischer Ginster -
Hedera    helix ‘Aborescens’      - Gewöhnlicher  Efeu / Altersform -
Hibiscus     syriacus in Sorten      - Rosen - Eibisch -
Hypericum    patulum ‘Hidcote’      - Großblumiges Johanniskraut -
Ilex     crenata in Sorten      - Japanische Stechpalme -
Ilex    crenata ‘Convexa’      - Japanische Hülse -
Kalmia     angustifolia     - Schmalblättriger  Berglorbeer -
Magnolia    stellata    - Sternmagnolie -
Mahonia    aquifolium ‘Apollo’    - Niedrige Mahonie -
Pieris     japonica    - Japanische Lavendelheide -
Pieris     floribunda    - Vielblütige Lavendelheide -
Potentilla     fruticosa z.B. ‘Hachmanns Gigant’    - Fünffingerstrauch -
Prunus    laurocerasus ‘Otto Luyken’    - Immergrüne Lorbeerkirsche -
Pyracantha     ‘Red Cushion’ u.a. niedrige Sorten    - Feuerdorn -
Rhododendron    schwach wachsende Hybriden    - Alpenrose -
Rhododendron    repens  (Hybriden)    - Rote Zwergrhododendron -
Skimmia     japonica  i.S.    - Frucht Skimmie -
Viburnum     davidii    - Immergrüner Kissenschneeball -
Rosen        - Niedrige Hybriden -
        
KONIFEREN  -  NADELGEHÖLZE
Chamaecyparis    obtusa ‘Nana Gracilis’    - Zwergige Muschelzypresse -
Chamaecyparis     pisifera ‘Filifera Nana’    - Zwergfadenzypresse -
Juniperus    squamata ‘Meyeri’ / ‘Blue Carpet’    - Bergwacholder -
Juniperus    chinensis ‘Blaauw’    - Breiter chinesischer Wacholder -
Picea    abies ‘Echiniformis’    - Igelfichte -
Picea    abies ‘Maxwellii’    - Hellgrüne Nestfichte -
Picea    abies ‘Little Gem’    - Kissenfichte -
Picea    abies ‘Nidiformis’    - Nestfichte -
Picea    abies ‘Pygmaea’    - Gnomfichte -
Pinus    pumila ‘Glauca’    - Blaue Kriechkiefer -
Pinus    mugo ‘Gnom’    - Zwergbergkiefer -
Pinus    mugo var. pumilio    - Zwerglatsche -
Taxus    baccata ‘Fastigiata’    - Säuleneibe -
Taxus    baccata ‘Semperaurea’    - Gelbe Eibe -
Taxus    baccata ‘Summergold’    - Gelbe flache Tafeleibe -
Taxus     x  media ‘Hicksii’    - Säulen Heckeneibe -
Thuja     occidentalis ‘Danica’    - Abendl. Zwerglebensbaum -
Tsuga     canadensis ‘Jeddeloh’    - Kugelhemlocktanne -
Tsuga    canadensis ‘Nana’    - Strauchige Hemlocktanne -
        
BODENDECKENDE  GEHÖLZE
Calluna    vulgaris in Sorten    - Besenheide, Heidekraut -
Cornus     canadensis    - Kanadischer Hartriegel -
Cotoneaster    adpressus     - Zwergmispel -
Cotoneaster     dammeri ‘Thiensen’    - Flache Kriechmispel -
Cotoneaster     horizontalis    - Fächer Zwergmispel -
Cotoneaster     microphyllus ‘Cochleatus’    - Immergrüne Zwergmispel -
Daphne     mezereum ‘Rubra Select’    - Roter Seidelbast -
Daphne    cneorum    - Rosmarin Seidelbast -
Euonymus     fortunei ‘Coloratus’    - Kriechender Purpur Spindelstrauch -
Euonymus     fortunei ‘Variegatus’    - Weißer Spindelstrauch -
Euonymus    fortunei ‘Vegetus’     - Kriechender Spindelstrauch -
Gaultheria     procumbens    - Niedrige Rebhuhnbeere -
Hedera     helix in Sorten    - Gewöhnlicher Efeu -
Rosen        - Bodendeckende Sorten -
Juniperus     communis ’Repanda’    - Teppichwacholder -
Juniperus    sabina ‘Tamariscifolia’    - Tamarisken Wacholder -
Pachysandra     terminalis ‘Green Carpet’    - Niedriges Schattengrün -
Taxus     baccata ‘Repandens’    - Kisseneibe -
        
BODENDECKENDE STAUDEN
Ajuga    reptans    - Kriechender Günsel -
Azorella    trifurcata    - Andenpolster -
Carex    morrowii  ‘Variegata’      - Japansegge -
Cotula    squalida    - Fiederpolster -
Dryas    suendermannii    - Silberwurz -
Festuca    glauca    - Blauschwingel -
Festuca     ovina    - Schafschwingel -
Geranium     niedrige Arten und Sorten    - Storchschnabel -
Helianthemum     Hybr. in Sorten    - Sonnenröschen -
Iberis     sempervirens ‘Schneeflocke’    - Schleifenblume -
Iberis    sempervirens ‘Zwergschneeflocke’    - Zierliche Schleifenblume -
Lavandula    angustifolia ‘Munstead’    - Dunkelblauer Lavendel -
Luzula     nivea    - Schneeweiße Hainsimse -
Phyllitis     scolopendrium    - Hirschzungenfarn -
Prunella    grandiflora    - Braunelle -
Saxifraga    x urbium  u.a.     - Porzellanblümchen -
Sedum    in Arten    - Mauerpfeffer - / -Fetthenne -
Teucrium    chamaedrys    - Edel Gamander -
Thymus    in Arten  und Sorten    - Thymian -
Tiarella     cordifolia et var. collina    - Schaumblüte -
Waldsteinia    ternata    - Golderdbeere -
Vinca    minor    - Immergrün -
(3)  Der Abschluss der Grabstätten zum Weg wird – soweit erforderlich – von der Friedhofsträgerin aus einheitlichem Material angelegt. Das gilt auch für die seitliche Abgrenzung zu den Nachbargrabstätten.

(4)  Grablaternen müssen in Ausführung und Gestaltung zweckentsprechend sein und sich der Umgebung anpassen.
(5)  Blumenschalen sollen einfache Formen haben, farblich unauffällig aussehen. Blumenschalen aus Kunststoff sind nicht erlaubt.
(6)  Trittplatten müssen aus Naturstein sein.

§ 3
Beschränkungen der Grabstättengestaltung

(1)  Nicht gestattet sind – ergänzend zu den Bestimmungen der jeweils geltenden Friedhofssatzung - das Einfassen der Grabstätte oder Grabhügel mit Steinen, Hecken, Holz, Eisen, Kunststoff u. ä. sowie das teilweise oder ganzflächige Abdecken der Grabstätte mit Kies, Platten, Folien, Torf u. ä.
(2)  Niedrige Einfassungen aus Naturstein oder Hecken werden auf den Feldern I – IX des Friedhofes in Kirchende und auf dem Friedhof in Gedern geduldet.
(3)  Die Friedhofsverwaltung kann die Entfernung oder Änderung solcher Anlagen verlangen und gegebenenfalls durchsetzen, die dieser Satzung widersprechen.

§ 4
Grabmale – Allgemeines

(1)  Die Genehmigung von Grabmalen gemäß § 23 Friedhofssatzung erfolgt nach      gestalterischen, handwerklichen und künstlerischen Maßstäben.
(2)  Grabmale können aus Naturstein, Holz oder Metall errichtet werden.
(3)  Ergibt sich die Notwendigkeit, auf einer Grabstätte außer dem stehenden Grabmal  weitere Grabmale zu errichten, so ist das nur in Form von liegenden Steinen zulässig.

§ 5
Grabmale aus Stein

(1)  Für Grabmale aus Stein sollen Natursteine aus dem heimischen Raum verwendet werden.
(2)  Nicht zugelassen ist die Verwendung von Gesteinsbrocken, Findlingen, Tropfsteinen,    Kunststeinen, Zement, Gips, Glas, Keramik und Porzellan.
(3)  Jede handwerkliche Bearbeitung ist zugelassen. Alle Seiten müssen gleichmäßig  bearbeitet sein. Glanz und Spiegelwirkung dürfen nicht erzielt werden.
(4)  Die Grabmale sollen aus einem Stück hergestellt sein und dürfen keinen Sockel haben.
(5)  Folgende Formen sind zulässig: Das Kreuz, die Stele, das kubische und das liegende Grabmal sowie die freistehende Plastik. Das liegende und das schräg gestellte Kreuz sowie Breitsteine sind nicht zulässig.

§ 6
Grabmale aus Holz

(1)  Für Grabmale aus Holz sollen widerstandsfähige heimische Hölzer von mindestens 60 mm Stärke verwendet werden. Geeignet ist insbesondere gut abgelagertes Eichenholz.
(2)  Folgende Formen sind zulässig: Das Kreuz, die Stele, das kubische Grabmal, die freistehende Plastik und die kleine Tafel. Das liegende und das schräg gestellte Kreuz sind nicht zulässig.
(3)  Die Oberfläche des Holzes ist handwerklich zu bearbeiten. Die Schrift muss vertieft oder erhaben gestaltet werden.
(4)  Auf das Holz dürfen keine Farben oder Lacke aufgetragen werden. Zur Imprägnierung sind umweltverträgliche Holzschutzmittel zu verwenden.
(5)  Betonfundamente von Holzgrabmalen müssen unter der Erdoberfläche liegen.

§ 7
Grabmale aus Metall

(1)  Grabmale aus geschmiedetem oder gegossenem Metall (z. B. Stahl, Bronze, Aluminium) sind zugelassen. Geschmiedete Grabmale sollen von Hand gearbeitet oder getrieben sein.
(2)  Grabmale aus Metall können entweder mit einem Natursteinsockel oder mit einem liegenden Stein als Namensträger verbunden werden. Die Schrift auf dem Sockel oder dem Stein kann entweder aus dem selben Material wie das Grabmal oder in den Stein gehauen sein.
(3)  Betonfundamente von Metallgrabmalen müssen unter der Erdoberfläche liegen.
(4)  Folgende Formen sind zulässig: Das Kreuz, die Stele, das kubische Grabmal, die freistehende Plastik und die kleine Tafel. Das liegende und das schräg gestellte Kreuz sind nicht zulässig.
§ 8
Grabmale – Abmessungen

(1)    Stehende Grabmale (Stelen) sollen folgende Abmessungen haben, wobei die mittlere Breite geringer sein soll als die halbe Höhe (Hochformat).

Wahlgrabstätten          Höhe       Breite    Mindeststärke
Einzelgrabstätten    80-130 cm    40-65 cm    16 cm
mehrstellige Grabstätten    90-140 cm    45-70 cm    16 cm
            
Reihengrabstätten            
für Verstorbene bis zum            
vollendeten 5. Lebensjahr    50-70 cm    25-35 cm    12 cm
für Verstorbene ab dem            
vollendeten 5. Lebensjahr    50-100 cm    25-50 cm    14 cm
            
Urnengrabstätten            
Wahlgrabstätten    60-80 cm    30-40 cm    14 cm
Reihengrabstätten    50-70 cm    25-35 cm    14 cm

(2)    Liegende Grabmale sollen folgende Abmessungen haben, wobei Urnengrabstätten höchstens zu 50 Prozent bedeckt sein dürfen.
                           Höhe       Breite    Mindeststärke
Wahlgrabstätten    40-60 cm    40-60 cm    14 cm
            
Reihengrabstätten            
für Verstorbene bis zum            
vollendeten 5. Lebensjahr    30-40 cm    30-40 cm    12 cm
für Verstorbene ab dem            
vollendeten 5. Lebensjahr    40-50 cm    40-50 cm    14 cm
            
Urnengrabstätten    35-70 cm    35-70 cm    14 cm
            
(3) Auf Urnengrabstätten ist als Ausnahmeregelung zu § 3 (1) das teilweise Abdecken der Grabstätte möglich, sofern mindestens ein Drittel der Grabfläche als Pflanzfläche erhalten bleibt.
(4) Bei plastisch gestalteten Grabmalen (z. B. kubische Grabmale) sind die Größen und die einzelnen Abmessungen nach einem Entwurf im Einvernehmen mit der Friedhofsträgerin der Umgebung anzupassen. Auf Verlangen der Friedhofsträgerin ist darüber hinaus ein Modell anzufertigen.
§ 9
Grabmale - Gestaltung

(1)  Das Grabmal mit seinen Schriften, Ornamenten und Symbolen darf nur aus einem Material bestehen.
(2)  Schriften, Ornamente und Symbole müssen gut verteilt sein und dürfen nicht aufdringlich groß sein.
(3)  Nicht zugelassen ist die Verwendung von Emaille, Fotografien, Blech, Draht und Kunststoff, von Ölfarb- und Lackanstrich, sowie das Ausmalen der Schrift mit Farbe, Silber oder Gold.
(4)  Auf dem Grabmal ist vertiefte und erhabene Schrift zugelassen. Die Schrift muss formal gut gestaltet sein. Es ist nur eine Schrifttype zu verwenden.
Vertiefte Schrift darf nicht flacher als in einem Winkel von 60 Grad eingearbeitet werden.
Erhabene Schrift darf schwach geschliffen, aber nicht poliert werden. Glanz und Spiegelwirkung sind zu vermeiden. Stehen bleibende Flächen für spätere Schriftnachträge sollen in der gleichen Weise bearbeitet werden.
Die Reliefhöhe erhabener Buchstaben oder die einer genuteten Schrift soll 5 mm nicht unterschreiten.
Die Buchstaben sollen nicht größer als 65 mm sein.
Abweichend von § 12 Abs. 1 dieser Satzung sind auch Schriften in Blei-Intarsia oder zusammenhängend gegossene Schriftbänder zugelassen.
(5)  Nicht zugelassen ist das Anbringen von Fotografien auf Emaile, Kunststoff oder ähnlichem Material.
(6)  Die Wiedergabe von Bibelstellen im Wortlaut ist erwünscht. Das Bibelwort als Zeugnis des Glaubens soll vor den Namen der Verstorbenen seinen Platz haben.
(7)  Die Inschrift kann neben Namen und Lebensdaten der verstorbenen Person auch ihre Berufsbezeichnung und weitere Angaben enthalten. Die Wiedergabe nur des Familiennamens oder des Familiennamens vor dem Vornamen sind nicht gestattet.
(8)  Anredeformulierungen wie „Ruhe sanft“ oder „Auf Wiedersehen“ dürfen nicht verwendet werden. Die Wiedergabe von Verwandtschaftsbezeichnungen im Stil der Todesanzeigen sowie Kosenamen sind nicht gestattet.
(9)  Neben der Inschrift wird als Gestaltungselement  die Verwendung von Zeichen, Sinnbildern und Darstellungen empfohlen, die den christlichen Glauben bezeugen. Wappen oder Handwerkszeichen sind zugelassen, soweit sie nicht im Widerspruch zur christlichen Botschaft stehen.
(10) Sind Grabmale von der Rückseite her sichtbar, soll auch die Rückseite gestaltet werden.
(11)  Die Friedhofsträgerin kann in gestalterisch begründeten Fällen Ausnahmen gestatten, wenn diese sich in die Gesamtgestaltung des Friedhofes einfügen.

§ 10
Öffentliche Bekanntmachung

(1)  Diese Grabmal- und Bepflanzungssatzung und alle Änderungen hierzu bedürfen zu ihrer Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung.
(2)  Öffentliche Bekanntmachungen erfolgen gemäß § 35 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 06.09.2005.
(3)  Die jeweils gültige Fassung der Grabmal- und Bepflanzungssatzung liegt zur Einsichtnahme aus im Gemeindeamt der Evangelischen Kirchengemeinde Ende,
Kirchender Dorfweg 44, 58313 Herdecke

§ 11
Inkrafttreten

(1)  Diese Grabmal- und Bepflanzungssatzung und alle Änderungen treten gemäß § 36 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 06.09.2005 in Kraft.
(2)  Mit Inkrafttreten dieser Grabmal- und Bepflanzungssatzung  tritt die Grabmal- und Bepflanzungssatzung  vom 15.06.1982 außer Kraft.

Herdecke, den 06.09.2005

Die Friedhofsträgerin
das Presbyterium
der Evangelischen Kirchengemeinde Ende