Hinter Wegen und Gräbern

Hinter Wegen und Gräbern

Hinter Wegen und Gräbern

# Gemeindebrief Nr. 70

Hinter Wegen und Gräbern

Ein Ort der Erinnerung, Hoffnung und Zuversicht soll er sein: der Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde in Ende und in Gedern. Rolf Packroff und Uli Barstadt kümmern sich um diesen besonderen Ort, denn sie arbeiten als Presbyter und Friedhofsbeauftragter im entsprechenden Ausschuss der Gemeinde mit. Derzeit treibt das veränderte Bestattungsverhalten den Ausschussmitgliedern Sorgenfalten auf die Stirn. „Wir beobachten eine Entwicklung weg vom selbst gepflegten (Erd-)Grab hin zu pflegefreien Gräbern, wie Rasen- oder Urnengrab“, zeigt Rolf Packroff auf. Das bedeutet, dass große Flächen, die man für Gräber freigehalten hatte, in diesem Umfang nicht benötigt werden, aber weiterhin gepflegt werden müssen. „Dadurch steigen die Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen“, erklärt Uli Barstadt.

Grundsätzlich seien Friedhöfe nicht gewinnorientiert, sollten allerdings auch keine Verluste einbringen. Der Friedhofsausschuss sucht daher intensiv nach Möglichkeiten, auch künftig eine möglichst kostenneutrale ansprechende Gestaltung auf dem Friedhof sicherstellen zu können. Dafür sollen beispielsweise nach dem Vorbild anderer Gemeinden ökologische Förderprogramme genutzt oder aber der Friedhof in Gedern auch für Nicht-Gederaner geöffnet werden. Bisher nur Ideen, deren Realisierung aber notwendig erscheint. „Unser Ziel ist es, den Friedhof weiterhin ansprechend zu gestalten, damit er in schweren Stunden ein Ort von Trost und Zuversicht sein kann“, sind sich die beiden einig. 

Petra Schölling 

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