EVANGELISCH IN ENDE 

GEMEINDEBRIEF DER EV. KIRCHENGEMEINDE ENDE  NR. 70

(JUNI - SEPTEMBER 2026 )

ne farbenfrohe Dorfkirche, deren gesamte Fassade und Turm in lebhaften, vertikalen Regenbogenstreifen bemalt sind. Sie steht zwischen Bäumen unter einem klaren Himmel, mit einem Regenbogen im Hintergrund.

Was ist Wahrheit? 

Wie ist das bei Ihnen, denken Sie: „Jetzt übertreiben die aber wirklich!“ oder freuen Sie sich über das Bild von der „bunten Dorfkirche“?

Es ist schon spannend, was man heute mit den Bildveränderungsprogrammen alles machen kann. Hätten wir der Dorfkirche mit Hilfe von KI eine Photovoltaikanlage aufs Dach gesetzt, hätten Sie sicherlich erst mal vor Ort gucken müssen, ob das wahr ist oder nicht. (Eine PV-Anlage geht tatsächlich im Moment nicht wegen des Denkmalschutzes.) 

 

Unsere Dorfkirche ist ein Zeichen für eine Wahrheit, die älter ist als unser eigenes kleines Leben. Ihre dicken Mauern sind ein Zeichen von Schutz und Zuflucht in der Not. Hierhin kommen die Menschen mit ihren echten Problemen und Anliegen, Gedanken und Gefühlen. Denn vor Gott muss man sich nicht verbiegen, verkleiden oder verstecken. Hier erfahren Menschen, dass sie gehört werden, dass sie angesehen sind. Gestern und heute. Hier bekommt man etwas geschenkt für das eigene Leben: Vergebung und Ermutigung, Gemeinschaft und neue Hoffnung. Hier entdecken Menschen Halt und Perspektive, wahre Sätze für ihr Leben. 

 

Ich weiß, Kritiker von Religionen sagen: „Das ist doch gar nicht wahr, das ist ausgedacht. Ich glaube nur, was ich sehe.“

Selbst zu Jesu Zeiten fragten sich die Menschen, wer Jesus eigentlich ist. Wirklich der Messias? Ein Prophet? Ein Fresser- und Weinsäufer? Ein neuer König, der anders ist als die Könige der Welt? 

„Was ist Wahrheit?“ fragt Pilatus Jesus in einem Kreuzverhör (Joh 18,38a). Und beugt sich dann doch einem vermeintlichen Willen von aufgestachelten Massen und nicht der eigenen Erkenntnis. 

 

Ob alles wahr ist, was in der Bibel steht?

 

In der Bibel finden wir persönliche Erfahrungen mit Gott, weitererzählt, aufgeschrieben und weitergegeben von Generation zu Generation – und jeder Mensch macht wiederum seine eigenen Erfahrungen mit den biblischen Texten, mit Gott, mit Jesus. Hinter den Worten steckt eine Wahrheit, die tiefer geht – und zwar unabhängig davon, ob ich glaube, dass alles genau so passiert ist, wie es da steht. Das Entscheidende ist, dass ich mich auf den Glauben einlasse, mit Vertrauen und Hoffnung lebe und Liebe weitergebe. Hass und Verachtung haben nichts mit der biblischen Botschaft zu tun. 

 

Was wahr ist und bleibt: Es braucht gute Gebote für das Leben. Das „Ja zum Leben“, die Nächstenliebe und Hilfe für die, die es nicht so leicht haben im Leben. Daran lasst uns gemeinsam festhalten. 

 

Dörte Godejohann 

WAS KANN ICH EIGENTLICH GLAUBEN? 

Allen Endern ist beim Titelbild dieses Gemeindebriefs sofort klar: Die Dorfkirche in Regenbogenfarben - das ist Fake! Doch wenn jemand die Dorfkirche gar nicht kennt? 

Mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz (KI) lassen sich solche Bilder schnell und einfach erstellen. Doch damit verschwindet auch immer mehr das Vertrauen, dass „ein Bild immer die Wahrheit sagt“. 

Doch was ist eigentlich Wahrheit? In der Mathematik ist es einfach: „1 + 1 = 2“ ist eine wahre Aussage und „2 + 2 = 5“ eine falsche. In den Naturwissenschaften ist es mit der Wahrheit schon komplexer. Ausgangspunkt sind vermutete Zusammenhänge, wie z. B. „alle Tulpen sind weiß“. Ziel der wissenschaftlichen Forschung ist es nun, durch systematische Beobachtungen und Experimente diese Vermutung zu widerlegen oder weiter zu bestätigen. Findet sich eine andersfarbige Tulpe, so ist die Vermutung widerlegt und daher falsch. 

Voneinander unabhängige wissenschaftliche Bestätigungen machen die Vermutung hingegen belastbarer, hierzu gibt es den Begriff Evidenz. Eine hohe Evidenz kommt der Wahrheit dann sehr nahe. 

 

Eine hohe Evidenz gibt es z. B. inzwischen für die Vermutung, dass menschliche Aktivitäten wesentlich zu den zu beobachteten Klimaveränderungen beitragen. 

Sie ist in den umfangreichen Berichten des Weltklimarates eindrucksvoll begründet. 

Obwohl es unter Wissenschaftler:innen kaum noch Zweifel am menschengemachten Klimawandel gibt, wird im Internet teilweise das Gegenteil behauptet. Die KI nutzt diese Quellen und verstärkt so den Eindruck, es gäbe hier eine Kontroverse. Dies ist häufig mit der Aussage verbunden: „Ich glaube nicht an den menschengemachten Klimawandel“

 

Stehen denn (wissenschaftliche) Wahrheit und Glauben im Widerspruch? Die Klöster des Mittelalters waren die Geburtsorte der heutigen Universitäten und der modernen Wissenschaft. Die Suche nach wissenschaftlicher Evidenz war also mit dem Glauben an den Schöpfer eng verbunden. Allerdings wurden auch schon damals nicht alle begründeten Vermutungen („Die Erde dreht sich um die Sonne“) problemlos akzeptiert. Letztendlich arbeiten die Naturwissenschaften wie auch die Bibel mit Bildern. Ziel ist es die Welt und ihre komplexen Zusammenhänge immer besser zu verstehen. 

 

Gott ist hingegen - trotz aller Versuche - bis heute nicht beweisbar, der Glaube daran kann aber für mich persönlich eine wahre und gerechtfertigte Tatsache sein. Dazu steht im Johannesevangelium (8, 31 - 32) als Worte von Jesus: „Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!“

Und diese Wahrheit ist in den nachfolgenden Versen beschrieben, es geht dabei um Auffassungen (Glaubensätze), wie z. B. „Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei.“ (Joh. 18, 36). Das lässt sich natürlich nicht wissenschaftlich beweisen, ist aber im Glauben persönlich erfahrbar. 

 

Rolf Packroff 

WAS IST EIGENTLICH NOCH WAHR? 

„Prüft alles und behaltet das Gute,“ (1. Thessaloniker 5,21)

Gerade im Internet begegnen uns täglich  unzählige Informationen. Doch nicht alles davon ist wahr. 

Die Jahreslosung von 2025 erinnert uns daran, genau hinzuschauen. 

 

  • Wer steckt hinter der Information? - Ist die Quelle vertrauenswürdig?
  • Ist die Information aktuell? - Datum beachten!
  • Gibt es weitere Quellen? Bestätigt sich das?
  • Wie ist der Ton?  - Sachlich oder emotional/ manipulativ
  • Passen die Bilder und Überschrift wirklich zum Inhalt?
  • Passt es nur zu meiner Meinung - oder ist es auch gut begründet? 

Gedanke dazu: 

Nicht alles sofort glauben. Prüfen, nachdenken -  und das Gute behalten. 

 

 

Ein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit ist die Nutzung von Quellen. Sind Quellen angegeben? Und wenn ja, welche? Verweisen Beiträge auf nachvollziehbare Studien, bekannte Medien oder überprüfbare Aussagen? Oder bleiben sie vage und unbelegt? Jugendliche achten zunehmend darauf, ob Informationen überprüfbar sind. 

 

Besonders spannend ist auch der Umgang mit Inhalten, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Hier stellen sich viele die Frage: Kann ich das unabhängig überprüfen? Denn KI kann täuschend echte Texte, Bilder oder Videos erzeugen – doch das bedeutet nicht automatisch, dass diese Inhalte auch wahr sind. Ein kritischer Blick und das Gegenchecken mit anderen Quellen bleiben daher unerlässlich. 

 

Was können wir also tun? Es hilft, Informationen nicht sofort zu glauben oder weiterzuverbreiten, sondern sie zu hinterfragen. Mehrere Quellen vergleichen, bekannte Nachrichtenportale nutzen und sich bewusst machen, dass auch persönliche Meinungen oder gezielte Falschinformationen im Umlauf sind. 

 

Yannick Bertmann

AKTUELLES AUS DER GEMEINDE 

Info- und Anmeldeabend für die neue Konfi- Zeit 2027: Donnerstag,11.06.2026, um 18 Uhr in der Dorfkirche.

Wenn Sie den Termin verpasst haben, melden Sie sich bitte bei Pfarrerin Godejohann! 

 

Feiern Sie mit uns Ihre Jubelkonfirmation am Sonntag den 23.08.2026!

Wurden Sie im Jahr 2001, 1976, 1966, 1961, 1956, 1951, 1946 oder 1941 konfirmiert?

Feiern Sie dieses Jubiläum, egal, ob Sie in Ende oder anderswo konfirmiert wurden!

Bitte melden Sie sich bis zum 31.07.2026 im Gemeindeamt an. Dort gibt es die Einladung und den Anmeldezettel.

Wir haben nicht von allen Jubilar:innen eine Adresse. Bitte erzählen Sie es den Menschen aus Ihrem Jahrgang weiter! 

„Pilgern in Ende“

… gemeinsam einen Weg gehen mit Pausen und Impulsen am Samstag, 25.7.2026.

Treffpunkt 9:30 Uhr, Dorfkirche. Dauer bis ca. 14 Uhr.

Bitte feste Schuhe anziehen, Snack und Getränk einpacken. 

 

Am 26.6.2026 ist wieder „Sing mit!“ der Soroptimistinnen im Martin-Luther-Gemeindehaus.

 

Ein Abend für Dich: Ein gemeinsamer Blick zurück

Wie war die Coronazeit für Dich? Für mich? Für uns?

Einander erzählen und einander zuhören.

Dienstag, 21.7.2026

19- 21 Uhr im Martin-Luther-Gemeindehaus

 


Der Waldgottesdienst wird am Sonntag, 30.8.2026, um 10:30 Uhr auf dem ehemaligen Grillplatz am Nacken gefeiert!

Mit Posaunenchor und anschließend Kaffee und Kuchen! Bei schlechtem Wetter weichen wir in die Stiftskirche aus. 

BeneChill-fiz Konzerte – Sommerabende an und in der Dorfkirche

Musik, Geselligkeit & Getränke mit dem Förderkreis Ender Dorfkirche (FED).

Jeweils freitagsabends an den folgenden Daten: 24.07., 31.07., 14.08., 21.08. und 28.08.

Einlass ab 18.30 Uhr

Veranstaltung 19 - 20 Uhr

 

Die Orgel der Dorfkirche wird 50 Jahre alt!

Dieses Jubiläum feiern wir mit einem Orgelkonzert am Sonntag, 20.9.2026 um 17 Uhr, mit Prof. Carsten Klomp, der die Orgel 1976 mitkonzipierte.

HINTER WEGEN UND GRÄBERN 

Ein Ort der Erinnerung, Hoffnung und Zuversicht soll er sein: der Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde in Ende und in Gedern. Rolf Packroff und Uli Barstadt kümmern sich um diesen besonderen Ort, denn sie arbeiten als Presbyter und Friedhofsbeauftragter im entsprechenden Ausschuss der Gemeinde mit. Derzeit treibt das veränderte Bestattungsverhalten den Ausschussmitgliedern Sorgenfalten auf die Stirn. „Wir beobachten eine Entwicklung weg vom selbst gepflegten (Erd-)Grab hin zu pflegefreien Gräbern, wie Rasen- oder Urnengrab“, zeigt Rolf Packroff auf. Das bedeutet, dass große Flächen, die man für Gräber freigehalten hatte, in diesem Umfang nicht benötigt werden, aber weiterhin gepflegt werden müssen. „Dadurch steigen die Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen“, erklärt Uli Barstadt.

Grundsätzlich seien Friedhöfe nicht gewinnorientiert, sollten allerdings auch keine Verluste einbringen. Der Friedhofsausschuss sucht daher intensiv nach Möglichkeiten, auch künftig eine möglichst kostenneutrale ansprechende Gestaltung auf dem Friedhof sicherstellen zu können. Dafür sollen beispielsweise nach dem Vorbild anderer Gemeinden ökologische Förderprogramme genutzt oder aber der Friedhof in Gedern auch für Nicht-Gederaner geöffnet werden. Bisher nur Ideen, deren Realisierung aber notwendig erscheint. „Unser Ziel ist es, den Friedhof weiterhin ansprechend zu gestalten, damit er in schweren Stunden ein Ort von Trost und Zuversicht sein kann“, sind sich die beiden einig. 

Petra Schölling 

Weitere spannende Beiträge und Infos lesen Sie im aktuellen Gemeindebrief! 

EVANGELISCH IN ENDE 

GEMEINDEBRIEF DER EV. KIRCHENGEMEINDE ENDE  NR. 69
(MÄRZ - MAI 2026 )

Nahaufnahme der Orgel-Malerei.

Kennen Sie schon die Jahreslosung für 2026?


Hier ist sie: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Off,21,5)

 

Es ist Frühling. Alles wird grün. Die Knospen wachsen. Die ersten Blüten zeigen sich.
Nach einer Zeit der Erstarrung, der Kälte und Dunkelheit, (Graubraun), gewinnt das Licht wieder an Kraft und schon wird alles farbenfroh.

Ich spüre eine neue Energie.

Und ich kann innerlich nachvollziehen: Gott macht alles neu.

Wie schön, dass das Osterfest genau in dieser Zeit liegt.

Ostern feiern wir, dass der Tod überwunden ist, dass das Leben siegt.
Ostern ist ein großes Nein zu den zerstörerischen Kräften: zu Gewalt und Krieg, Unterdrückung und Hass, ein Nein zum Zerstören und Kaputtsparen, zum Kleinmachen und Angstverbreiten.

Jesus Auferweckung zeigt uns das: Gott will das Leben für uns, hier und heute und jetzt - und dereinst, wenn wir sterben.

 

Aber auch in Jesus Leben begegnet uns diese erneuernde Kraft:

Wer Jesus begegnet, spürt dass sich etwas erneuert, dass etwas neu wird.

Der wegen seiner unansehnlichen Hautkrankheit Ausgestoßene wird an den Tisch eingeladen und ein Teil der Gemeinschaft. Der Blinde sieht das Licht.

„Steh auf!“, sagt Jesus. Die gebeugte Frau entdeckt den aufrechten Gang. Der von Dämonen geplagte Mensch wird befreit.
In der Bibel wird von ganz unterschiedlichen Menschen erzählt, deren Leben neu geworden ist. Die Begegnung mit Jesus hat sie verändert, hat ihr Leben neu gemacht.

 

Dass etwas neu geworden ist, kann man meistens erst im Rückblick sagen. In der Situation oder im Prozess des Neuwerdens merkt man das weniger.

Was würden Sie im Rückblick sagen: Wo haben Sie neu begonnen? Wann ist für Sie etwas neu geworden? Durch einen Umzug? Eine gute Entscheidung? Einen neuen Kontakt? Eine neue Arbeit oder Aufgabe? Eine bereichernde Begegnung?
Was hat Ihnen die Kraft dazu gegeben?
Oder: wo wünschen Sie sich etwas neu im Jahr 2026? Was brauchen Sie, damit genau das neu wird!?

 

Zu viel Neues bringt Verunsicherung mit sich. Manchmal möchte man einfach, dass die Dinge bleiben, wie sie sind. In allem Bemühen zu bewahren behüte Gott uns davor, zu resignieren oder uns einzuigeln. Gott nehme uns die Angst vor Veränderung. Gott schenke uns den Blick, der entdeckt, wo das Neue, das er uns schenkt, jetzt schon aufleuchtet.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch gute Entdeckungen im Jahr 2026, wo etwas neu werden will.

Dörte Godejohann

MUSIK IST GRENZENLOS

WOLF CODERA ÜBER SEINE INTERNATIONALEN PROJEKTE

Porträt von Wolf Codera

Spätestens seit diesem Jahr ist Wolf Codera auch in unserer Ender Gemeinde sein Bekanntheitsgrad stark gestiegen. Nach einem ersten Auftritt in der Ender Dorfkirche im Gottesdienst in der Osternacht schwärmte nicht nur die evangelische Gemeinde von Ihm. Sagenhafte drei weitere Auftritte folgte im Sommer beim Benefizchillen und im Dezember in zwei Weihnachtskonzerten. Die Dorfkirche liebt er als bezaubernden Veranstaltungsort.

 

So traf ich mich mit ihm Mitte Januar in einem Ender Café und Wolf erzählte mir, wie er zur Musik kam und was er sich in seinem weiteren Musikerleben vorstellen kann.

 

Eine Krankheit trieb ihn von seinen eigentlichen Berufswünschen weg zum Saxophon und zu Klarinette. Seine Offenheit und der Wunsch, andere Menschen kennenzulernen und mit ihnen zu musizieren, diesen Austausch hält Codera für gewinnbringend. „Wenn man etwas gibt, wird man immer belohnt“, so seine Grundeinstellung.

 

In der Anfangszeit arbeitete Wolf Codera eng mit bekannten Künstlern wie Anna Maria Kaufmann und Peter Hofmann zusammen. Während einer Deutschland-Tournee mit den „Stimmen aus dem Phantom der Oper“ entstand die Idee zu seinem Projekt „Session Possible“. Zudem spielten Musiker wie Martin Stöck (Schlagzeug von Pur) und Claus Fischer (Bassist von TV-Total) in den Soundchecks mit ihm zusammen, was zur Gründung von „Session Possible“ führte. Das ist auch sein   bekanntestes Projekt: Musikerinnen und Musiker verschiedenster Genres treffen spontan aufeinander und spielen Stücke, die alle kennen – aber in neuen, überraschenden Versionen. Das Publikum erlebt, wie Gemeinschaft im Moment entsteht, unabhängig von Stil, Herkunft oder Alter.

 

Kulturen mit Musik zusammenbringen, gerade in der heutigen Zeit, in der Hass und auch Kriege an der Tagesordnung sind, sind die Begegnungen mit anderen Musikstilen ganz wichtig. „Weiter lernen wollen“, wie die gemeinsamen Auftritte mit Rhani Krija (Percussionist, früher bei Sting) und mit Giora Feidmann (Klezmer-Klarinettist) zusammen mit Wolf Codera in der ARD-Sendung „Spiel mir das Lied vom Leben“. Im letzten Jahr war er bei Voice Kids involviert und begeistert von Sohum Aithal, 13-jährige Finalistin.

 

Als wir nach über zwei Stunden das Café verlassen, schwirrt mir der Kopf. Wolf Codera geht in seiner Musik auf. Die Pläne für die nächsten zwei Jahre stehen: Und natürlich ist die Dorfkirche auch wieder dabei.

 

Gordon Heinemann

Ein neuer Konfi-Jahrgang beginnt!

Wer nach den Sommerferien 13 Jahre alt oder
in der 8. Klasse ist, kann bei der „KonfiZeit 2027“ mitmachen!

Wir schreiben alle evangelischen Jugendlichen an. Wer noch nicht getauft ist, kann auch mitmachen.

Bitte gebt dem Gemeindeamt eure Adresse, dann bekommt ihr auch eine Einladung!

Bitte kommt zum Info- und Anmeldeabend (für Eltern und Konfis) am Do, 11.06.2026, um
18:00 Uhr ins Martin-Luther-Gemeindehaus.

Friedensgebet

Seit dem neuen Jahr gibt es jeden Mittwoch um 17:00 Uhr ein Friedensgebet, das ehrenamtlich angeboten wird. In der kalten Jahreszeit im Pfarrer- Niemann-Haus, wenn es wieder wärmer ist, in der Dorfkirche.

Einfach heiraten

Sie würden gerne kirchlich heiraten, aber…
Am 26.06.26 gibt es in unserem Kirchenkreis
Hagen die Aktion „einfach heiraten“.

Hier kann man sich ohne großen Aufwand kirchlich trauen oder segnen lassen. Infos und Anmeldung unter einfachheiraten.info

weitere Termine

weitere Termine und Ankündigungen finden Sie in unserem Kalender und im aktuellen Gemeindebrief.

Das wiedergefundene Akkordeon

„Oh, wo kommt das denn her?“ waren die erstaunten Worte meiner 89-jährigen Mutter als sie auf unserer Familienweihnachtsfeier bei meiner Schwester ihr altes Akkordeon entdeckte. Dieses war nach dem Umzug meiner Eltern in eine altengerechte Wohnung der Evangelischen Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf vor fast 10 Jahren zu uns gelangt und seitdem unberührt in unserem Haus gelegen. Meine Mutter hatte seit ihrer Schulzeit Akkordeon gespielt, u. a. im Jugendorchester in Bad Zwischenahn. Es war auch ihr ständiger Begleiter ihrer Aktivitäten für die Frauenhilfe in der Evangelischen Gemeinde in Ratingen-Homberg. Doch vor dem Umzug nach Düsseldorf gab sie wegen Schulterproblemen das Akkordeonspiel auf und stieg auf ein Keyboard um, zur Freude der Mitbewohner*innen, die sie, insbesondere in der Coronazeit, mit regelmäßigen kleinen Konzerten mit Schlagern aus den 50ern beglückte.

Doch an diesem Weihnachtstag nahm sie ihr Akkordeon wie ein verlorenes Kind liebevoll in die Arme. Meine Schwester steuerte noch ein Weihnachtliederheft bei, das ich noch aus meiner Kindheit kannte. Und schon legt sie los und wir alle sangen kräftig mit. Als ob es die zehn Jahre Pause nie gegeben hätte. Und der nächste Einsatz war dann auf der Silversterfeier im Gemeinschaftsraum, ein Wunschkonzert mit alten Schlagern. Von Schulterschmerzen keine Spur! Musik trägt durchs Leben und besonders dann, wenn sie selbstgemacht ist.

Rolf Packrof

Wie kommen die Lieder in den Gottesdienst?

Jeder Sonntag hat ein eigenes Thema und es gibt ein vorgeschlagenes „Wochenlied“, das man nehmen kann, aber nicht muss.

Letztlich sucht die Predigerin oder das Team, manchmal auch die Organistin die Lieder selbst aus, passend zur Predigt oder zum Thema des Gottesdienstes. Oft habe ich schon beim Lesen eines biblischen Textes eine Idee oder bei den Gedanken zur Predigt fällt mir eins ein. Manchmal suche ich aber auch ganz gezielt nach einem passenden Lied zum Thema. Oder ich blättere einfach im Gesangbuch und sage: das gefällt mir heute.
Und ich frage mich auch: Was mögen die Leute wohl gerne singen? Das ist ja in der Minikirche anders als in einem Gottesdienst mit der Altengemeinschaft.
Ob jemand nach dem Gottesdienst sagt: „Das hat mir heute gut getan!“, liegt nicht nur an den Worten, sondern auch an der Musik!

Dörte Godejohann

Alle Gemeindebriefe zum Download