Wie wollen Sie bestattet sein?

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Wie wollen Sie bestattet sein?

"Uff, das ist schwierig!" war oft die erste Reaktion am Stand, den der Friedhofsausschuss der Evangelischen Kirchengemeinde Ende aufgebaut hatte. Trotzdem beteiligten sich fast 60 Besucherinnen und Besucher des Gemeindefestes am 4. Oktober an einer Befragung wo und wie sie bestattet sein wollen. Bei der Frage nach dem Ort war das Ergebnis eindeutig, zwei von drei Teilnehmenden setzten ihren Klebepunkt unter "Friedhof Ende". Ebenso viele wünschen sich eine Urnenbeisetzung, nur 20% eine Erdbestattung. Dies entspricht auch den aktuellen Verhältnissen auf dem Ender Friedhof, aber auch bundesweit. Interessanterweise votierten 14% mit hoher Überzeugung für Bestattungsformen außerhalb des Friedhofs, vorrangig auf hoher See.

Komplizierter war für viele die Frage nach der Art der Grabstätte. Zur Auswahl standen neben den 8 Grabarten, die auf dem Ender Friedhof angeboten werden, auch 6 weitere, über die in einer Weiterentwicklung des Friedhofs nachgedacht werden kann. 64% der Befragten waren mit dem vorhandenen Angebot zufrieden, 24% wünschten sich zusätzliche Bestattungsarten. Bei den bereits angebotenen Grabarten lagen die Wahlgemeinschaftsgrabstätten mit 30% eindeutig vorne. Bei diesen kann die Nutzung für mehrere Stellen gleichzeitig erworben werden, so dass - wie häufig gewünscht - eine Bestattung neben dem Ehepartner möglich ist. Hinter dem Begriff "Gemeinschaftsgrabstätte" verbirgt sich die Entlastung von der Grabpflege. Diese wird dann mit Zusatzvertrag durch eine Friedhofsgärtnerei übernommen oder sieht eine pflegeleichte Gestaltung, beispielsweise durch Bodendecker vor. Der Wunsch nach "pflegefreien" Gräbern trägt der von den Besuchern oft erwähnten Tatsache Rechnung, dass die eigenen Kinder nicht mehr in Herdecke und Umgebung leben. Einige waren erleichtert, dass es solche Grabformen auch für die Erdbestattung im Sarg gibt. 

Für den Friedhofsausschuss interessant waren vor allem die Stimmen derjenigen 25 Prozent, die sich andere Bestattungsarten wünschten. Fast alle diese Befragten sprachen sich für eine Waldruhestätte oder Baumbestattung aus. Dies wird jetzt im Ausschuss geprüft und ggf. bei der notwendigen Ausweisung neuer Grabfelder berücksichtigt.

Der Friedhof in Ende ist mit 67.000 Quadratmetern Fläche der größte evangelische Friedhof im Kirchenkreis Hagen. Bei einer Anzahl von 4.700 Grabstätten werden jährlich ca. 300 Bestattungen durchgeführt, wobei der Anteil von Urnenbestattungen ca. 75 Prozent beträgt. Durch die Entwicklung "vom Sarg zur Urne" sinkt der Flächenverbrauch, so dass der Entwicklung von Friedhofsfreiflächen eine steigende Bedeutung beikommt. Auch hierzu gaben Besucherinnen und Besucher des Gemeindefestes interessante Anregungen, u. a. die Schaffung eines Bereiches für Meditation und Andacht in der Natur.

Der Friedhofsausschuss ist Teil der evangelischen Gemeinde in Ende. Er wird geleitet vom ehrenamtlichen Presbyter Dr. Rolf Packroff, unterstützt durch Ulrich Barstadt als Friedhofsbeauftragten. Anlaufpunkt für Fragen ist das Friedhofsbüro im Pfarrer-Niemann-Haus neben der Dorfkirche, Ansprechpartnerin ist Carola Stondzik, Telefonnummer: 02330-8032894.

Der Friedhofsausschuss lädt am 20.11. zu einer Vortragsveranstaltung ein, bei der die Bestattungsarten auf den Ender Friedhöfen (Kirchende und Gedern) vorgestellt werden. Die anschließende Diskussion soll dem Friedhofsausschuss bei der Weiterentwicklung der Friedhöfe helfen.

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