GEMEINDEBRIEF NR. 69

Nahaufnahme der Orgel-Malerei.

Kennen Sie schon die Jahreslosung für 2026?


Hier ist sie: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Off,21,5)

 

Es ist Frühling. Alles wird grün. Die Knospen wachsen. Die ersten Blüten zeigen sich.
Nach einer Zeit der Erstarrung, der Kälte und Dunkelheit, (Graubraun), gewinnt das Licht wieder an Kraft und schon wird alles farbenfroh.

Ich spüre eine neue Energie.

Und ich kann innerlich nachvollziehen: Gott macht alles neu.

Wie schön, dass das Osterfest genau in dieser Zeit liegt.

Ostern feiern wir, dass der Tod überwunden ist, dass das Leben siegt.
Ostern ist ein großes Nein zu den zerstörerischen Kräften: zu Gewalt und Krieg, Unterdrückung und Hass, ein Nein zum Zerstören und Kaputtsparen, zum Kleinmachen und Angstverbreiten.

Jesus Auferweckung zeigt uns das: Gott will das Leben für uns, hier und heute und jetzt - und dereinst, wenn wir sterben.

 

Aber auch in Jesus Leben begegnet uns diese erneuernde Kraft:

Wer Jesus begegnet, spürt dass sich etwas erneuert, dass etwas neu wird.

Der wegen seiner unansehnlichen Hautkrankheit Ausgestoßene wird an den Tisch eingeladen und ein Teil der Gemeinschaft. Der Blinde sieht das Licht.

„Steh auf!“, sagt Jesus. Die gebeugte Frau entdeckt den aufrechten Gang. Der von Dämonen geplagte Mensch wird befreit.
In der Bibel wird von ganz unterschiedlichen Menschen erzählt, deren Leben neu geworden ist. Die Begegnung mit Jesus hat sie verändert, hat ihr Leben neu gemacht.

 

Dass etwas neu geworden ist, kann man meistens erst im Rückblick sagen. In der Situation oder im Prozess des Neuwerdens merkt man das weniger.

Was würden Sie im Rückblick sagen: Wo haben Sie neu begonnen? Wann ist für Sie etwas neu geworden? Durch einen Umzug? Eine gute Entscheidung? Einen neuen Kontakt? Eine neue Arbeit oder Aufgabe? Eine bereichernde Begegnung?
Was hat Ihnen die Kraft dazu gegeben?
Oder: wo wünschen Sie sich etwas neu im Jahr 2026? Was brauchen Sie, damit genau das neu wird!?

 

Zu viel Neues bringt Verunsicherung mit sich. Manchmal möchte man einfach, dass die Dinge bleiben, wie sie sind. In allem Bemühen zu bewahren behüte Gott uns davor, zu resignieren oder uns einzuigeln. Gott nehme uns die Angst vor Veränderung. Gott schenke uns den Blick, der entdeckt, wo das Neue, das er uns schenkt, jetzt schon aufleuchtet.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch gute Entdeckungen im Jahr 2026, wo etwas neu werden will.

Dörte Godejohann

Porträt von Wolf Codera

MUSIK IST GRENZENLOS

WOLF CODERA ÜBER SEINE INTERNATIONALEN PROJEKTE

Spätestens seit diesem Jahr ist Wolf Codera auch in unserer Ender Gemeinde sein Bekanntheitsgrad stark gestiegen. Nach einem ersten Auftritt in der Ender Dorfkirche im Gottesdienst in der Osternacht schwärmte nicht nur die evangelische Gemeinde von Ihm. Sagenhafte drei weitere Auftritte folgte im Sommer beim Benefizchillen und im Dezember in zwei Weihnachtskonzerten. Die Dorfkirche liebt er als bezaubernden Veranstaltungsort.

 

So traf ich mich mit ihm Mitte Januar in einem Ender Café und Wolf erzählte mir, wie er zur Musik kam und was er sich in seinem weiteren Musikerleben vorstellen kann.

 

Eine Krankheit trieb ihn von seinen eigentlichen Berufswünschen weg zum Saxophon und zu Klarinette. Seine Offenheit und der Wunsch, andere Menschen kennenzulernen und mit ihnen zu musizieren, diesen Austausch hält Codera für gewinnbringend. „Wenn man etwas gibt, wird man immer belohnt“, so seine Grundeinstellung.

 

In der Anfangszeit arbeitete Wolf Codera eng mit bekannten Künstlern wie Anna Maria Kaufmann und Peter Hofmann zusammen. Während einer Deutschland-Tournee mit den „Stimmen aus dem Phantom der Oper“ entstand die Idee zu seinem Projekt „Session Possible“. Zudem spielten Musiker wie Martin Stöck (Schlagzeug von Pur) und Claus Fischer (Bassist von TV-Total) in den Soundchecks mit ihm zusammen, was zur Gründung von „Session Possible“ führte. Das ist auch sein   bekanntestes Projekt: Musikerinnen und Musiker verschiedenster Genres treffen spontan aufeinander und spielen Stücke, die alle kennen – aber in neuen, überraschenden Versionen. Das Publikum erlebt, wie Gemeinschaft im Moment entsteht, unabhängig von Stil, Herkunft oder Alter.

 

Kulturen mit Musik zusammenbringen, gerade in der heutigen Zeit, in der Hass und auch Kriege an der Tagesordnung sind, sind die Begegnungen mit anderen Musikstilen ganz wichtig. „Weiter lernen wollen“, wie die gemeinsamen Auftritte mit Rhani Krija (Percussionist, früher bei Sting) und mit Giora Feidmann (Klezmer-Klarinettist) zusammen mit Wolf Codera in der ARD-Sendung „Spiel mir das Lied vom Leben“. Im letzten Jahr war er bei Voice Kids involviert und begeistert von Sohum Aithal, 13-jährige Finalistin.

 

Als wir nach über zwei Stunden das Café verlassen, schwirrt mir der Kopf. Wolf Codera geht in seiner Musik auf. Die Pläne für die nächsten zwei Jahre stehen: Und natürlich ist die Dorfkirche auch wieder dabei.

 

Gordon Heinemann

Ein neuer Konfi-Jahrgang beginnt!

Wer nach den Sommerferien 13 Jahre alt oder
in der 8. Klasse ist, kann bei der „KonfiZeit 2027“ mitmachen!

Wir schreiben alle evangelischen Jugendlichen an. Wer noch nicht getauft ist, kann auch mitmachen.

Bitte gebt dem Gemeindeamt eure Adresse, dann bekommt ihr auch eine Einladung!

Bitte kommt zum Info- und Anmeldeabend (für Eltern und Konfis) am Do, 11.06.2026, um
18:00 Uhr ins Martin-Luther-Gemeindehaus.

Friedensgebet

Seit dem neuen Jahr gibt es jeden Mittwoch um 17:00 Uhr ein Friedensgebet, das ehrenamtlich angeboten wird. In der kalten Jahreszeit im Pfarrer- Niemann-Haus, wenn es wieder wärmer ist, in der Dorfkirche.

Einfach heiraten

Sie würden gerne kirchlich heiraten, aber…
Am 26.06.26 gibt es in unserem Kirchenkreis
Hagen die Aktion „einfach heiraten“.

Hier kann man sich ohne großen Aufwand kirchlich trauen oder segnen lassen. Infos und Anmeldung unter einfachheiraten.info

weitere Termine

weitere Termine und Ankündigungen finden Sie in unserem Kalender und im aktuellen Gemeindebrief.

Das wiedergefundene Akkordeon

„Oh, wo kommt das denn her?“ waren die erstaunten Worte meiner 89-jährigen Mutter als sie auf unserer Familienweihnachtsfeier bei meiner Schwester ihr altes Akkordeon entdeckte. Dieses war nach dem Umzug meiner Eltern in eine altengerechte Wohnung der Evangelischen Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf vor fast 10 Jahren zu uns gelangt und seitdem unberührt in unserem Haus gelegen. Meine Mutter hatte seit ihrer Schulzeit Akkordeon gespielt, u. a. im Jugendorchester in Bad Zwischenahn. Es war auch ihr ständiger Begleiter ihrer Aktivitäten für die Frauenhilfe in der Evangelischen Gemeinde in Ratingen-Homberg. Doch vor dem Umzug nach Düsseldorf gab sie wegen Schulterproblemen das Akkordeonspiel auf und stieg auf ein Keyboard um, zur Freude der Mitbewohner*innen, die sie, insbesondere in der Coronazeit, mit regelmäßigen kleinen Konzerten mit Schlagern aus den 50ern beglückte.

Doch an diesem Weihnachtstag nahm sie ihr Akkordeon wie ein verlorenes Kind liebevoll in die Arme. Meine Schwester steuerte noch ein Weihnachtliederheft bei, das ich noch aus meiner Kindheit kannte. Und schon legt sie los und wir alle sangen kräftig mit. Als ob es die zehn Jahre Pause nie gegeben hätte. Und der nächste Einsatz war dann auf der Silversterfeier im Gemeinschaftsraum, ein Wunschkonzert mit alten Schlagern. Von Schulterschmerzen keine Spur! Musik trägt durchs Leben und besonders dann, wenn sie selbstgemacht ist.

Rolf Packrof

Wie kommen die Lieder in den Gottesdienst?

Jeder Sonntag hat ein eigenes Thema und es gibt ein vorgeschlagenes „Wochenlied“, das man nehmen kann, aber nicht muss.

Letztlich sucht die Predigerin oder das Team, manchmal auch die Organistin die Lieder selbst aus, passend zur Predigt oder zum Thema des Gottesdienstes. Oft habe ich schon beim Lesen eines biblischen Textes eine Idee oder bei den Gedanken zur Predigt fällt mir eins ein. Manchmal suche ich aber auch ganz gezielt nach einem passenden Lied zum Thema. Oder ich blättere einfach im Gesangbuch und sage: das gefällt mir heute.
Und ich frage mich auch: Was mögen die Leute wohl gerne singen? Das ist ja in der Minikirche anders als in einem Gottesdienst mit der Altengemeinschaft.
Ob jemand nach dem Gottesdienst sagt: „Das hat mir heute gut getan!“, liegt nicht nur an den Worten, sondern auch an der Musik!

Dörte Godejohann

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